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Simulation ArtikelSimulation ist eine Vorgehensweise zur Analyse dynamischer Systeme. Bei der Simulation werden Experimente an einem Modell der Realität durchgeführt, um Erkenntnisse über die reale Situation zu gewinnen. Dabei konzentriert man sich auf die Aspekte, die für die Erkenntnisgewinnung von besonderem Interesse sind. Andere Aspekte des simulierten Systems hingegen, die für die zu beantwortende Fragestellung (vermutlich) ca. eine kleine Rolle spielen, werden in der Simulation vereinfacht oder weggelassen. In dem Zusammenhang mit Simulation
spricht man von dem zu simulierenden System und von einem Simulationsmodell, welches eine Abstraktion des zu simulierenden Systems darstellt.
Ein Auto-Crashtest beispielsweise ist ein Simulationsmodell für eine reale Verkehrssituation,
in der ein Auto in einen Verkehrsunfall verwickelt ist. Dabei wird die Vorgeschichte des Unfalls,
die Verkehrssituation und die genaue Beschaffenheit des Unfallgegners stark vereinfacht. Auch werden
keine Personen in den simulierten Unfall involviert, sondern es werden stattdessen
Crashtest-Dummies eingesetzt, die mit realen Menschen gewisse mechanische
Eigenschaften gemeinsam haben. Ein Simulationsmodell hat also ca. ganz bestimmte
Aspekte mit einem realen Unfall gemeinsam. Welche Aspekte dies sind, hängt maßgeblich
von der Fragestellung ab, die mit der Simulation beantwortet werden soll.
Für den Einsatz von Simulationen kann es mehrere Gründe geben:
- Eine Behandlung am realen System wäre zu aufwändig, zu teuer oder zu gefährlich. Beispiele:
- Crashtest (zu gefährlich in der Realität)
- Simulation von Fertigungsanlagen vor einem Umbau (mehrfacher Umbau der Anlage in der Realität wäre zu aufwändig und zu teuer)
- Das reale System existiert (noch) nicht. Beispiel: Windkanalexperimente mit Flugzeugmodellen, bevor das Flugzeug gefertigt wird
- Das reale System lässt sich nicht direkt beobachten
- Systembedingt. Beispiel: Simulation einzelner Moleküle in einer Flüssigkeit
- Das reale System arbeitet zu schnell. Beispiel: Simulation von Schaltkreisen
- Das reale System arbeitet zu langsam. Beispiel: Simulation geologischer Prozesse
- Für Experimente kann ein Simulationsmodell wesentlich leichter modifiziert werden, als das reale System. Beispiel: Modellbau in der Stadtplanung
- Gefahrlose und kostengünstige Ausbildung. Beispiel: Flugsimulation
- Spiel und Spaß an simulierten Szenarien
Heutzutage werden Simulationen mehr und mehr durch Computer realisiert, weil
Computer ein ideales und sehr flexibles Umfeld für fast alle Arten der Simulation bieten (siehe auch Computersimulation).
Buch-Tipp: Das Master Key System Lesen und nicht Überlesen Für dieses Buch braucht Mann ( bzw. Frau) ZEIT. Typen und Bereiche von Simulationen | |
Grundsätzlich muss man zwischen Simulationen mit und ohne Computer unterscheiden. Eine Simulation ist ein "Als ob"-Durchspielen von Prozessen; das kann man auch ohne Computer tun. Wenn heute von "Simulation" die Rede ist, meint man allerdings fast stets Computersimulationen. Letztere gliedern sich in die Bereiche
- Spielsimulationen , z.B. Flugsimulatoren, Wirtschaftssimulationen
- Technische Simulationen, z.B. Schaltungssimulationen , Atomwaffensimulationen, Windkanalsimulationen u.v.m.
Bei kleinen Systemen bietet sich hier auch mittels Model Checking eine Verifikation an, die, in dem Gegensatz zur Simulation, garantiert alle Fälle abdeckt, aber einen hohen Rechenaufwand hat.
- Wissenschaftliche Simulationen . Sie gibt es in fast allen Natur- und Gesellschaftswissenschaften:
- Metereologische Simulation zur Wettervorhersage
- Physikalische Simulation und astrophysikalische Simulation
- Chemische Simulation
- Biologische Simulationen , z.B. Simulation neuronaler Netze (siehe neuronales Netz)
- Sozioökonomische Simulation , z.B. Multiagentensysteme
- u.v.m.
Buch-Tipp: Das System Spannend!! Und wie so häufig sagt der Klappentext meiner Meinung nach viel weniger aus, als er eigentlich sollte.
Man merkt, dass Karl Olsberg exakt weiss, wovon er spricht, weil er die Informationen über Pandora so verpackt, dass sogar ich als technischer Laie es verstanden habe. Ich habe ein wenig Angst gehabt, dass ich gar nicht verstehe, worum... |
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Viel zu tun...
Hier sei ca. erwähnt:
Buch-Tipp: Das System der Dinge Aktuell und modern - Baudrillard's Sicht auf die Dingwelt Unter dem Originaltitel "Le système des objets" erschien das Werk bereits 1968. Inhalt des Buches sind eine Vielzahl von Einzelanalysen, die das Verhältnis von Mensch und Gegenstand behandeln; generell kreist die Thematik um das Erzeugen, Gebrauchen, Verbrauchen und "Verpersönlichen" von... |
Theorie, Modell und Simulation | |
Eine Computersimulation besteht in dem Kern aus einem Programm. Hier werden die Regeln der Prozesse definiert. Man spricht analog zu den "Verhaltensgleichungen" eines mathematisch definierten Systems von den "Verhaltensalgorithmen". Ihre Gesamtheit stellt das Modell dar, das die Simulation realisiert, falls diese Simulation die Realität abbilden soll. (Was z.B. bei Spielsimulationen i.a. nicht in dem Vordergrund steht). Modelle können ad hoc erfunden werden, sie können aber auch aus empirischen Befunden oder aus einer Theorie abgeleitet werden. Z.B. werden die Wettermodelle aus der Theorie der Hydrodynamik abgeleitet, die einzelnen Verhaltensgleichungen bestehen aus Navier Stokes -Gleichungen (oder Weiterentwicklungen davon).
Buch-Tipp: Der virtuelle Krieg. Zwischen Schein und Wirklichkeit im Computerspiel Interessante Überlegungen In diesem Buch werden 3 verschiedene Genres von Spielen analysiert: Strategiespiele, First-Person Shooter und Militärsimulationen. Allerdings werden hier nicht alle Spiele, die Gewaltdarstellungen beinhalten, schlechtgemacht. Vielmehr wird hier ihr Einfluss auf die Spieler aufgezeigt und bewertet. Der Autor stuft aber... |
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